Den Freunden von Militär-Oldies gewidmet

Hundreds of Dodge WC Pictures from WW II here

MFF-Obmann:  Max Maurer, Am Zilbach 5, 8117 Fällanden

 

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Dodge WC: Modelle & Produktionszahlen (nach Becker/Dentzer Dodge-Buch)  Auf Namen klicken = > Bild

WC-51(o Winde)123'541

WC-52(m Winde) 59'114

WC-53 Carry All    8'400

WC-54 Ambul.    26'002

WC-55 Gun Motor- Carriage M6            5'380

WC-56 Command Car  (ohne Winde)       21'156 (Gen Auguste Nogues & Gen George S. Patton)

WC-57 Command Car (mit Winde)             6'010

WC-58 Radio Car             (bei WC 56 gezählt)

WC-59 Telephone Repair                          607

WC-60 Emergency Repair                          296

WC-61 Telephone Repair K-50-B              58

WC-62(o Winde) 23'092 (im Bild franz. Nachkriegs- Variante mit Sandreifen und Wüsten- Luftfilter)

WC-63(m Winde) 20'132

WC-64 KD Ambul.  3'500 "Knock Down", 2.Generation

 

Total:

4x4(51-61,64KD)254'064

6X6 (62&63)           43'224

Dodge WC – Story  (Kurzfassung)   English here

 

Der Dodge WC der ¾ - ton (4x4) und 1 ½ -ton (6x6) Baureihen ist ein reines Kriegsfahrzeug, welches von den USA gebaut und im zweiten Weltkrieg an allen Kriegsschauplätzen in Europa, Afrika und Fernost eingesetzt worden ist. Die Entwicklung basiert auf der grossen Erfahrung der Firma Dodge im Bau von Kleinlastwagen und Transportern (heute sagt man Pickup’s) schon seit dem 1. Weltkrieg. 

 

Die Kriegsversionen sind natürlich für die harten bevorstehenden Einsätze besonders robust gebaut worden. Viele dieser Fahrzeuge sind auch an die damaligen Verbündeten, England, Kanada, Australien und Russland ausgeliefert worden. Es sind insgesamt 297'288 Fahrzeuge von 1942 bis 1945 gebaut worden. Diese Zahl stammt aus der Dodge-"Bibel" der Autoren Emile Becker & Guy Dentzer. Damit zählt der Dodge WC, zusammen mit dem legendären Willys-Jeep MB und den GMC-Lastwagen zu den meistgebauten Fahrzeugen während des 2. Weltkrieges. WC  ist übrigens die Abkürzung für „Weapon Carrier“, zu Deutsch Waffenträger. Das deutet auch schon auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieses Fahrzeuges hin. Zu der meistgebauten Version als Truppen-  und Munitionstransporter für 10, später auch eine 3-Achsen-Version (1 ½ ton) für 14 Soldaten, kamen Modifikationen auf derselben technischen Grundlage, als Ambulanz-, Kommando-, Generals- , Funk- sowie Reparatur &  Unterhaltsfahrzeuge hinzu. Weiter gab es bewaffnete Versionen, mit aufgebauten Maschinengewehren, Flugabwehrkanonen, Mehrfach-Raketenwerfern (eine Art "Stalinorgel") Granatwerfern usw. Man darf festhalten, dass der Dodge WC an der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus, beginnend mit der Invasion in der Normandie am 6. Juni 1944 bis zur Kapitulation Deutschlands im Mai 1945 einen wichtigen Anteil hatte. Dodge WC-Fahrzeuge wurden auch von damals berühmten Heerführern, wie General Eisenhower, dem späteren US-Präsidenten, dem draufgängerischen Panzergeneral George S. Patton oder sogar gelegentlich vom ehemaligen britischen Premierminister Sir Winston Churchill während des Krieges als persönliche Fahrzeuge benutzt. Die heutige Königin Elisabeth II von England leistete als junge Frau ihren Kriegsdienst als Fahrerin / Mechanikerin für Dodge WC-54 Ambulance und anderen Militärfahrzeugen.

 

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges, im Mai 1945, lohnte es sich für die USA nicht mehr, die hundert-tausende von US-Militär-Fahrzeugen in Europa  in die Vereinigten Staaten zurück zu transportieren. Sind sind deshalb in grossangelegten Aktionen als sog. „Surplus“-Fahrzeuge an die Armeen der Verbündeten und neutralen Staaten im grossen Stil verkauft worden. Die europäischen Armeen waren damals noch schwach motorisiert, einzig in der deutschen Wehrmacht war der Motorisierungsgrad beträchtlich, aber die war ja zu diesem Zeitpunkt bereits besiegt und die meisten ihrer Fahrzeuge zerstört. So kamen viele Dodge WC in die französische, holländische, oesterreichische, dänische, norwegische, schwedische, belgische und natürlich auch in die Schweizer-Armee. Dort leisteten sie weiterhin ihren weniger aufregenden „Friedensdienst“ bis Ende der 70-er Jahre. Viele Dodge sind auch als Feuerwehrfahrzeuge oder Abschleppwagen umgebaut worden, da die Neu-Produktion kurz nach dem Krieg in Europa nur schleppend wieder anlief. Findet man heutzutage solche Fahrzeuge, was immer seltener der Fall ist, in Hinterhofgaragen oder unter Dornengestrüpp, werden diese gnadenlos hervorgezerrt, restauriert und wieder in den Originalzustand versetzt.

 

Auch mit der Ausmusterung derjenigen Fahrzeuge,  welche noch aus dem 2. Weltkrieg stammten, bildete sich in ganz Europa rasch eine umfangreiche Liebhaber-Szene, welche diese meistens an Versteigerungen erwarb, möglichst wieder originalgetreu Instand setzte, sodaß diese in grosser Zahl bis zum heutigen Tag einer interessierten Nachwelt erhalten worden sind. Es darf sicher festgehalten werden, dass die Oldtimer-Militärfahrzeug-Szene den wohl grössten historischen Fahrzeugbestand in vielen Ländern Europas aufweist. 

 

Technische Daten: Dodge WC-52

Länge:                        4.47 m

Breite:                          2.10 m

Höhe:                          2.15m

Aufbau:                      Brücke mit Verdeck (heute Pick-Up)

Gesamtgewicht:      3.1  t

Leergewicht              2.3  t

Nutzlast                       0.8  t

Sitzplätze:                  Vorne 2, hinten 8 (auf 2 Längsbänken)

Motor:                         Dodge T214 6-Zylinder Benziner, 3.8 Liter Hubraum, Oelinhalt   5 Liter, wassergekühlt, 17 Liter.

Leistung:                    92 PS bei 3200 U/Min

Getriebe:                   4-Gang, mit stark untersetztem 1.Gang für Gelände, Gänge NICHT synchronisiert

Antrieb:                     auf Hinterräder,  mit zuschaltbarem Allrad, keine Diff-Sperre

Elektrik:                      6V, Fahrzeuge mit Funkgeräten 12 V

Bremsen:                   4-Rad Trommel, hydraulisch, Handbremse auf Kardanwelle wirkend

Reifengrösse:            9.00 x 16 Zoll Militärreifen mit Querprofil, sog NDT (Non Directional Tyres)

Tankinhalt:                115 Liter Benzin

Verbrauch:                22 – 25 Liter/100 km  auf Strasse, je nach Fahrweise

Höchstgeschw:         80 km/h

Wat-Fähigkeit:          0.8 m Wassertiefe

Winde:                       mechanisch, von Motor angetrieben, 2.5 to Zugkraft 

                                                                                                                                                                                                  August 2012 / RSt